Kommunaler Sperrmüll ist in der Städteregion Aachen praktisch überall auf 3 m³ je Abfuhr begrenzt – und Haushaltsauflösungen sind ausdrücklich ausgeschlossen. Wer eine ganze Wohnung räumen will, kommt mit der städtischen Abholung also nicht weit. Hier finden Sie die Regeln für Aachen, die RegioEntsorgung-Kommunen und den Kreis Düren im Überblick.
Sperrmüll in Aachen: Anmeldung, 3 m³, 15 € Gebühr
In Aachen melden Sie die Abholung beim Aachener Stadtbetrieb an – online über das Serviceportal oder telefonisch unter 0241 432-18666. Pro Termin sind maximal 3 m³ erlaubt, einzelne Stücke höchstens 50 kg und 2 m Kantenlänge. Die Abholung kostet 15 € Verwaltungsgebühr je Termin.
Herausstellen dürfen Sie den Sperrmüll frühestens am Vorabend ab 18 Uhr und spätestens bis 7 Uhr am Abfuhrtag. Nicht mitgenommen werden Abbruchgegenstände wie Fenster oder Türen, Nachtspeicheröfen und Gewerbeabfall.
RegioEntsorgung (Würselen, Herzogenrath, Alsdorf, Stolberg, Baesweiler, Eifel)
In den RegioEntsorgung-Kommunen läuft die Anmeldung telefonisch unter 02403 555 0 666, online oder über die App „RE-entsorgt“. Auch hier gilt: maximal 3 m³ je Abfuhr, Einzelstücke bis 70 kg und 2 m Länge, dazu bis zu 5 Elektrogroßgeräte.
Ausdrücklich NICHT über den Sperrmüll laufen Haushaltsauflösungen, Renovierungsabfälle, Bauschutt, behandelte Außenhölzer sowie Glas und Spiegel. Genau diese Fälle sind der klassische Einsatz für eine Entrümpelungsfirma.
Kreis Düren und Kreis Heinsberg: andere Regeln
In Düren holt der Dürener Service Betrieb (DSB) Sperrgut gegen Gebühr ab – regulär rund 12,50 € bis 15 € für bis zu 4 m³, Sondertermine sind deutlich teurer. Den Termin nennt erst der Gebührenbescheid, der etwa zwei Wochen vorher kommt.
Im Kreis Heinsberg (Heinsberg, Geilenkirchen, Übach-Palenberg) läuft die Anmeldung über die Schönmackers Umweltdienste mit Sperrgutkarte aus dem Abfallkalender. Die kostenlose Eigenanlieferung ist auf zweimal im Jahr bis 2 m³ begrenzt.
Wann sich ein Entrümpler mehr lohnt
- Bei mehr als 3 m³ oder mehreren Räumen: Der Sperrmüll-Termin deckt nur einen Bruchteil.
- Wenn Sie selbst tragen müssten: Über Treppen, aus Kellern oder Dachböden holt eine Firma alles.
- Bei Elektrogeräten, Farbresten und Sondermüll, die der Sperrmüll nicht annimmt.
- Wenn Sie einen festen Termin brauchen – etwa vor der Wohnungsübergabe. Der kommunale Termin ist nicht wählbar.
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